Das Leben proben – Theaterpädagogik in Vollzug und ResozialisierungFinsterwalde und Jüterbog: „andere achten“ |
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Jugendanstalt Raßnitz: Ein TheaterDialog/Miteinander-Projekt |
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Jugendanstalt Raßnitz und Frauenvollzug der Justizvollzugsanstalt Halle I (Roter Ochse) An beiden Orten startete die mehrwöchige Arbeit mit einer Aufführung der Aktionstheatergruppe Halle. Für die Arbeit in den Anstalten wurde ein ähnlicher künstlerisch-methodischer Ansatz entwickelt: zunächst entwarfen und bauten die Teilnehmenden eine lebensgroße Puppe – Lotte bzw. Anton. |
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Diese Puppe ist Ausgangspunkt für die Entwicklung einer Figur und deren Geschichte. Auch Lotte und Anton sind inhaftiert, auch Lotte und Anton sind straffällig geworden. Mehr über sie ist nicht bekannt, alles weitere wird gemeinsam erarbeitet. |
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| Ein TheaterDialog/Miteinander-Projekt gefördert vom Fonds Soziokultur und Lotto Sachsen-Anhalt | |
Halle 2007: |
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Jugendanstalt Raßnitz 2006 Wer bin ich? Wie bin ich? Ein Projekt von Miteinander e.V. gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung und durch den Landespräventionsrat Sachsen- Anhalt. |
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„40° Fieber – ein Forumtheater- Experiment hinter verschlossenen Türen“ Till Baumann und Katrin Wolf erarbeiteten mit jugendlichen männlichen Inhaftierten und Mitgliedern der Aktionstheatergruppe Halle eine ganz eigene Geschichte. Das Projekt bestand aus mehreren Arbeitsphasen. Ein Großteil der Teilnehmer brachte bereits Theatererfahrungen aus den vorherigen gemeinsamen Projekten mit. Dies machte sich besonders in der Zusammenarbeit der gesamten Gruppe bemerkbar und in der Motivation jedes Einzelnen, wieder eine eigene Inszenierung auf die „Bühne“ zu bringen. Im ersten Teil wurden mit Hilfe der Methoden des JO BLAGG Ansatzes Material für unsere Geschichte erspielt und gesammelt. Hierbei hatte jeder Jugendliche, die Möglichkeit bei der Beschreibung der fiktiven JO – Figur selbst erlebte für ihn wichtige Situationen einzubringen. Im zweiten Teil begann die Erarbeitung von zwei Forumtheaterszenen. Gemeinsam und im Austausch mit den Erfahrungen einiger Teilnehmer der Aktionstheatergruppe wurden aus Bildern konkrete Szenen erspielt. Daran schloss sich der Inszenierungsprozess an. Ein Projekt von Miteinander e.V., gefördert vom Fonds Soziokultur. |
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Sotha 2006 Die Justizvollzugsanstalt Halle II- Sozialtherapeutische Anstalt (Sotha) ist eine Behandlungseinrichtung für Straftäter mit einem besonderen Risikoprofil. |
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„Allein auf sich gestellt“ eine Inszenierung, die Situationen darstellte, kurz nachdem Otto die Gefängnismauern hinter sich lässt. Ottos Geschichte war ein Teil von jedem. Die Darsteller im Alter von 25-70 Jahren erprobten erstmalig auf diese Art und Weise das Theaterspiel und forderten das Publikum, andere Klienten, sowie externe ZuschauerInnen zum gemeinsamen Dialog heraus, um die aufgezeigten Situationen zu verändern. Ein Projekt von Miteinander e. V. |
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Jugendanstalt Raßnitz 2004 / 2005 In mehreren Theaterprojekten in der Jugendanstalt Raßnitz wurde der Ansatz TheaterDialog in der Arbeit mit jugendlichen Inhaftierten im Rahmen einer Workshopreihe umgesetzt. Katrin Wolf und Till Baumann (unterstützt von Peter Igelmund und Ken Kupzok) arbeiteten mit Gruppen von Jugendlichen vor Ort. Auftakt bildeten Forumtheateraufführungen der Aktionstheatergruppe Halle für alle interessierten Jugendlichen – ein erster Theaterdialog. Die DarstellerInnen zeigten Szenen über Unterdrückung und Ohnmacht und gingen gemeinsam mit den Zuschauenden auf die Suche nach Veränderungsmöglichkeiten. Im Anschluss hieran begann die eigentliche Workshoparbeit. Die Jugendlichen erarbeiten Bilder und Szenen zu für sie relevanten Situationen aus ihrem Leben. Während des Workshops wurden sie mit Theater als kreativer Form der Auseinandersetzung mit ihren eigenen Themen vertraut und fanden die Inhalte, die sie inszenieren wollten. Im Juni und November 2004 sowie im November 2005 führten sie ihre Forumtheaterszenen vor einem Publikum von „drinnen“ und „draußen“ auf. Der Workshop- und Probenprozess sowie die Aufführungen der jüngsten Forumtheater-Produktion „Wovon träumst du?“ fand mit einer gemischten Gruppe aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen von „drinnen“ (aus der JA Raßnitz) und „draußen“ (aus der Aktionstheatergruppe Halle) statt. Das Bühnenbild wurde in den Werkstätten der Anstalt angefertigt. Bestandteil der Produktion war eine Tanzperformance, bei deren Erarbeitung uns die Tänzerin und Choreographin Heike Kuhlmann unterstützte. Bei der Arbeit in der Jugendanstalt arbeiten wir eng mit einem Sozialpädagogen, einer Psychologin sowie dem Haftanstaltsleiter zusammen. |
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Ein Modellprojekt in Sachsen-Anhalt von Miteinander - Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. in Kooperation mit der Jugendanstalt Raßnitz und dem Landkreis Merseburg-Querfurt – Lokales Kapital für soziale Zwecke – gefördert mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds Projektdokumentation
(PDF) des ersten TheaterDialog-Projekts in der JA Raßnitz. |
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Finsterwalde und Jüterbog, 2007: „andere achten“ TheaterDialog-Workshops mit SchülerInnen und öffentliche Forumtheateraufführungen im Rahmen der Friedensdekade der Evangelischen Kirche fanden im November 2007 in Finsterwalde und Jüterbog statt. An beiden Orten stand das Thema „andere achten“ im Mittelpunkt: Was bedeutet „andere achten“ in Finsterwalde bzw. Jüterbog, in welchen Situationen werden andere nicht geachtet? An beiden Orten entstanden Forumtheaterszenen, die sich mit Situationen rechtsextremer Dominanz im öffentlichen Raum auseinandersetzten und bei den öffentlichen Aufführungen lebhafte Diskussionen anregten. |
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Fortbildung in Hütten/Thüringen Das Bildungswerk Blitz e.V. ist ein gemeinnütziger Verein in Thüringen, der seit 1991 in den Kreisen Saale-Holzland und Saale-Orla in der Jugendarbeit und Jugendbildung tätig ist. Die Arbeit mit Jugendlichen in der Region ist zunehmend mit den Aktivitäten rechtsextremer Gruppierungen konfrontiert, insbesondere in Pößneck (weitere Informationen: Aktionsbündnis Courage). Das Netzwerk TheaterDialog wurde eingeladen, um in einer viertägigen Fortbildung den Blitz-MitarbeiterInnen theaterpädagogische Methoden für die Arbeit mit Jugendlichen zum Thema Zivilcourage zu vermitteln. |
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Das Stadtteilprojekt „Unternehmen Arche Noah oder Ankunft in der vergessenen Stadt“ fand von Mai bis November 2004 im Rahmen des diesjährigen Themenjahres der Stadt Halle „Aufklärung durch Bildung“ statt. Organisiert wird es vom Deutschen Kinderschutzbund in Kooperation mit den Franckeschen Stiftungen. Mit der Silberhöhe feiert ein Stadtteil sein 25-jähriges Bestehen, der mit gravierenden sozialen Problemen und einer großen Abwanderungsbewegung zu kämpfen hat. Zahlreiche Wohnblocks werden abgerissen, das Bild des Stadtteils ändert sich rasant. Der derzeitige Umbauprozess verbindet neben großer Unsicherheit auch Chancen und die Hoffnung, die Wohn- und Lebensqualität auf der Silberhöhe nachhaltig zu verbessern. Wir mischten uns mit
verschiedenen Theateraktionen ein. Start war eine Forumtheateraufführung
der Aktionstheatergruppe Halle vor der dem Kinder- und Jugendbegegnungszentrum. |
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Die Fluktuation der Jugendlichen war hoch, so dass wir immer wieder vor neuen Herausforderungen standen. Der Proberaum bot ihnen den Schutz, um über das Theater in einen Dialog über verschiedene Brennpunktthemen zu kommen. Wir trafen uns einmal wöchentlich im Oktober und November. Leider war das Projekt zeitlich befristet. Einer der Jugendlichen meinte zu uns während der Arbeit: „Vieles, was ich hier beginne und was mir wirklich Spaß macht, ist immer gleich wieder zu Ende. Ihr geht doch auch bald, so wie alle hier.“ |
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Projekttage an Schulen Projekttage an Berufsbildenden Schulen |
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Netzwerk Schule als sozialer Ort Schule ist für junge Menschen einer der zentralen
Lebensorte. Allerdings ist Schule bisher ein sehr stark in sich geschlossenes
System. Die Kooperation zwischen Schule und Gemeinwesen weist große
Defizite auf. Jugendliche haben wenig Möglichkeiten, an der Gestaltung
dieses Lebensraums zu partizipieren. Es fehlen ihnen außerdem Erfahrungen
selbstwirksamen Handelns: der Gestaltung des persönlichen sozialen
Umfelds, Erprobungsmöglichkeiten und Perspektiven, ihr Leben selbst
in die Hand zu nehmen und sich gesellschaftlich einzubringen. Durch den
Aufbau eines Netzwerks Schule als sozialer Ort soll die Kooperationskultur
sehr unterschiedlicher Partner gefördert und verbessert werden.
Ziel des Netzwerks ist es, Handlungsstrategien zu erarbeiten, wie Schule
als ein Ort des Lernens und Lebens etabliert werden kann, an dem Schule
und Gemeinwesen eng zusammen wirken. In die Gestaltung dieses Prozesses
sollen alle Beteiligten (SchülerInnen, LehrerInnen, SchulleiterInnen,
Eltern, Universität, Vereine) auf gleicher Ebene einbezogen werden.
Die vom Netzwerk erarbeiteten Strategien sollen erprobt und evaluiert
werden, um nachhaltige Veränderungen des Lebensortes Schule in Gang
zu setzen. Kontakt für das Netzwerk: |
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| Workshops für ModeratorInnen TheaterDialog
Für MultiplikatorInnen, die an der praxisbegleitenden DOMINO Fortbildungsreihe 2002/2003 teilgenommen hatten und in ihrer Praxis bereits mit TheaterDialog arbeiten, boten wir weitergehende fachliche Qualifizierungen an. Dabei sollte eine langfristige Zusammenarbeit dieser MultiplikatorInnen sowie der Erfahrungsaustausch ihrer Theatergruppen initiiert werden. |
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Ein Projekt von Miteinander - Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V., gefördert von Civitas, der Landeszentrale für politische Bildung in Sachsen-Anhalt und der Lotto Toto GmbH Sachsen-Anhalt. |
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Open space Forumtheater |
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